Iserlohn. Voraussichtlich bis Dienstag wird es dauern, bis der Bauschutt nach dem Abriss der Schillerplatzbrücke in der Iserlohner Innenstadt komplett abgefahren ist. Der Theodor-Heuss-Ring soll aber in jedem Fall am Montagmorgen (28. Oktober) wieder für den Verkehr freigegeben werden können. Diesen aktuellen Ausblick gab Bauleiter Kai Mergel am Sonntagabend (27. Oktober) gegenüber LOKALSTIMME.DE.

„Wir liegen weiterhin gut im Zeitplan“, lautet das Zwischenfazit des Bauleiters, der sich dementsprechend erleichtert und zufrieden anhört. Der Abriss habe ohne böse Überraschungen, sondern wie geplant funktioniert; die Aufräumarbeiten laufen demnach genauso reibungslos. Selbst bei Unwägbarkeiten, die im Detail liegen, ist der günstigste Fall eingetreten.

Da war das Problem mit den Gullys und Wassereinläufen in der Straße. Zwar waren die mit Stahlplatten gesichert, dennoch: „Wenn ein Bagger genau über einem Gully herrollt und genau dort ein dicker Brocken Schutt liegt, kann es passieren, dass der Deckel eingedrückt wird, und Bauschutt in den Kanal nachrutscht und ihn verstopft“, erklärt Kai Mergel. Ist aber in Iserlohn nicht passiert.

„Das wäre teuer geworden“

Oder die Rolltore zum Parkhaus auf der Schillerplatzseite. Auch die waren eigens geschützt worden. Fällt ein Betonstück aber beim Abbruch unglücklich aus der Brücke, hätte es die Rolltore treffen und trotz Protektoren eindrücken können. „Das wäre teuer geworden“, kann Kai Mergel im Konjunktiv antworten: Auch die Rolltore blieben offenbar unbeschädigt.

Der Bauschutt des Betonbauwerks, das bis Freitag noch den Schillerplatz mit dem Rathaus auf der anderen Seite des mehrspurigen Theodor-Heuss-Rings verbunden hat, ist auf die Rathausseite geschoben; dort muss der Verkehr auf eine Fahrspur verzichten. Bis Dienstag werde der Abtransport des Schuttbergs dauern, so Kai Mergel.

Zwei Bagger übernehmen die Restarbeiten

In der Nacht zu Montag sollen zwischen 0 und 2 Uhr die meisten Bagger die Baustelle verlassen; lediglich zwei bleiben zurück, um den restlichen Schutt auf die Lkw zu verladen.

Am Schillerplatz sollen dann als Absperrung Betonklötze aufgestellt werden, die wie überdimensionale Lego-Bausteine aussehen; darauf komm ein Stabgitterzaun, um das Ende des Platzes abzusichern, erklärte Kai Mergel.

Drei Wochen Urlaub

Auch der private Ausblick von Bauleiter Kai Mergel von der mit dem spektakulären Abriss beauftragten Fachfirma aus Viersen fällt übrigens positiv aus: Nach dem spannenden und arbeitsreichen Wochenende kann er auf drei Wochen blicken – „Ab kommenden Freitag!“.

Von Carsten Menzel (Text) und Björn Braun (Fotos)

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