Nachrodt-Wiblingwerde. Zum gemütlichen Treffpunkt mauserte sich am Wochenende der Weihnachtsmarkt in der Doppelgemeinde: Die Hütten, Pavillons und Stände vor und im Foyer der Sekundarschule am Holensiepen sorgten für vorweihnachtliche Stimmung und selbst das Wetter spielte am ersten Advent mit: kühl, aber trocken.

„Traditionell läutet der Weihnachtsmarkt in Nachrodt-Wiblingwerde die Adventszeit ein“, stellte Bürgermeisterin Birgit Tupat bei der Eröffnung fest. Sie dankte den Ausstellern, die gekommen waren, und nutzte die Gelegenheit gleich, um noch einmal auf die Wunschbox aufmerksam zu machen, die sie dabei hatte: Kinder und Jugendliche aus Familien, denen es nicht so gut geht, können ihre Wünsche für Weihnachten auf einem Zettel – eben einem Wunschzettel – notieren und ihn in die Box werfen. Die Wunschzettel werden an einen Weihnachtsbaum im Amtshaus gehängt, wo ihn Menschen mitnehmen können, die den aufgeschriebenen Wunsch erfüllen können und wollen. „Noch ist der Baum leer und viel Platz“, warb die Bürgermeisterin für die Sozialaktion.

Holzarbeiten und Selbstgestricktes

Weihnachtlich ging es auch den Ausstellern zu: Im Foyer der Sekundarschule, und damit im Warmen und wettergeschützt, gab es Holzarbeiten, Selbstgestricktes wie Schals und Mützen oder Kissen, aber auch Plätzchen und Süßigkeiten. Mit einem großen Stand war die Suchthilfeeinrichtung Gut Sassenscheid vertreten; dort gab es Allerlei aus Holz – auch abseits von Weihnachten: wie etwa eine Eieruhr aus Holz oder Vogelhäuschen in den Farben des Lieblings-Fußballvereins.

Nikolaus auf goldenem Sessel

Auf dem Schulhof hatten die Verpflegungsstände Aufstellung genommen: Verhungern oder verdursten war schlicht nicht möglich, das Angebot reichlich. Der Stand des Fördervereins des Gartenhallenbads war beinahe ständig umlagert; dort gab es Würstchen und Pommes. Die UWG (Unabhängige Wählergemeinschaft) bot mit verschiedenen Wurstsorten vom Hof Weustermann nicht regionale, sondern sogar lokale Produkte an. Der Bürgerbusverein hatte einen großen, schön dekorierten Pavillon aufgebaut, der auch draußen zum Verweilen einlud.

Die ersten weihnachtlichen Klänge steuerte der Gitarrenkreis unter Leitung von Heike Klur bei. Und glänzende Kinderaugen, aber auch ungläubige Blicke gab es, als der Nikolaus, im roten Mantel, mit Brille und langem, weißen Bart in einem goldenen Sessel vor der Schule Platz nahm und kleine Geschenke an die Kinder verteilte.

Weniger Resonanz als im Vorjahr

Die Besucher schätzten das Angebot; wer nachfragte, hörte aber auch, dass die Resonanz im Vorjahr besser gewesen sei.

15 Aussteller haben den Weihnachtsmarkt beschickt, erklärte Organisator Hans Wehr – zwei weniger, als im Vorjahr; u. a. hatte die Freiwillige Feuerwehr Nachrodt absagen müssen. „Im nächsten Jahr werben wir wieder mehr um Stände“, kündigte Hans Wehr gegenüber LOKALSTIMME.DE an; in diesem Jahr sei die Ausgangslage in der Vorbereitung wegen der geplanten Bauarbeiten am Schulgebäude nicht einfach gewesen.

Text: Carsten Menzel, Fotos: Björn Braun

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