Altena. Mehr schnelles Internet in Altena: Rund 2.400 Haushalte in der Innenstadt können nach Angaben der Deutschen Telekom ab sofort schneller im weltweiten Netz surfen. Das kündigten Ralf Engstfeld, Regionalmanager der Telekom, und Artur Huhn, Betriebsleiter für den Breitbandausbau im Märkischen Kreis, gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Hollstein am Dienstag (10. Dezember) bei einem Ortstermin an der Werdohler Straße an.

Bauleiter Artur Huhn zeigt einen Kabelstrang, wie er auch in Altena verwendet wird.

„22 Verteilerstationen sind im Stadtgebiet modernisiert worden und zehn neue aufgebaut worden. Bis zu diesen Stationen liegen jetzt Glasfaserkabel“, erklärte Ralf Engstfeld für den Bonner Magenta-Riesen. Die Folge: „Im neuen Netz sind Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich“, verspricht die Telekom. Das gelte auch für das Streamen von Musik oder Videos, also das  gleichzeitige Übertragen und Anschauen oder Anhören von Musik- und Videodateien, oder das Speichern in der Cloud, also das Ablegen von Dateien auf externen Speicherplätzen. „Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 250 Megabit pro Sekunde  (Mbit/s), beim Hochladen auf bis zu 40 Mbit/s“, kündigt die Telekom an.

Angebot muss gebucht werden

Von alleine lässt sich die neue Dateninfrastruktur allerdings nicht nutzen; Interessierte müssen den neuen Service buchen. „Wer schnelleres Internet nutzen möchte, kann ab sofort online, telefonisch oder im Fachhandel buchen“, so Ralf Engstfeld; die Umstellung soll dann „in kürzester Zeit“ erfolgen. Für „mehr Informationen zur Verfügbarkeit und zu den Tarifen der Telekom“ verweist das Unternehmen auf ihre Telekom-Shops in Altenas Nachbarstädten Iserlohn und Lüdenscheid, auf ihre Internetseite www.telekom.de/schneller oder die Rufnummern 0 800 – 330 3000 (für Neukunden), 0 800 – 330 1000 (für Telekom-Kunden) und 0 800 – 330 1300 (für kleinere und mittlere Unternehmen).

„Brauchen diesen Ausbau“

Mit dem Ausbau durch die Telekom steige die Versorgungsquote mit schnellem Internet jenseits von 50 Mbit/s „deutlich an“, sagte Bürgermeister Andreas Hollstein; im Jahr 2017 habe Altena eine Quote von 53 Prozent gehabt. Die Ortsteile Dahle, Evingsen, Rahmedetal und Rosmart sollen in der nächsten Ausbaustufe ebenfalls schnelleres Internet bekommen, kündigte Hollstein an.

„Wir brauchen diesen Ausbau“, erklärte Bürgermeister Hollstein; schnelles Internet sei „für die heimische Industrie, aber auch für den Werkzeugbau oder Architekten, also Berufsgruppen, die mit großen Datenmengen arbeiten, heute notwendig“. Wenn in Zukunft die Telemedizin – eine Sprechstunde per Videokonferenz etwa – in ländlichen Gebieten zunehme, werde auch dafür ein ausreichend schnelles Internet benötigt. Außerdem sei die Infrastruktur auch für Heimarbeitsplätze (Homeoffice) notwendig.

Pragpaul und Hünengraben hinken hinterher

Laut einer Straßenliste der Telekom haben die meisten Haushalte der Innenstadt jetzt die Möglichkeit, auf Datenübertragungsraten von 105 bis in der Spitze 250 Mbit/s zu kommen. Aber es gibt auch Ausnahmen; Haushalte dort haben das Nachsehen. Der Pragpaul inklusive Hünengraben etwa: Dort stellt die Telekom 54 bis 100 Mbit/s, an einzelnen Häusern auch nur 27 bis 50 Mbit/s in Aussicht. Ähnliches gilt für den oberen Hegenscheider Weg (ab Einmündung Feldstraße, 27 bis 50 Mbit/s), die obere Graf-Adolf-Straße (ab Hausnummer 45, 54 bis 100 Mbit/s) und einzelne Häuser an der Bergstraße, Am Richtpfad und am Burgberg, darunter auch die Burg Altena selbst (54 bis 100 Mbit/s) und die längst zum Wohnhaus umgebaute ehemalige Berghalle (27 bis 50 Mbit/s). Sie liegen damit auf einem Niveau wie etwa die mitten im Wald gelegene Sportanlage Adolf-Hahn-Platz des TSV Altena oder die bereits zur Nachbargemeinde Nachrodt-Wiblingwerde gehörende Ortslage Sassenscheid (jeweils 27 bis 50 Mbit/s). Betroffen von den geringeren Übertragungsrate sind demnach Ortslagen, die am Ende der Versorgungsstrecken liegen.

Stellten am Verteilerkasten an der Werdohler Straße den erreichten Ausbau für Altena vor: Ralf Engstfeld, Artur Huhn und Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein.

 

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