Iserlohn. In Iserlohn ist es in der Nacht zum Montag (2. Dezember) zu einem Großbrand in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Altstadt gekommen. Dabei wurden neun Personen verletzt, eine so schwer, dass Lebensgefahr besteht.

Um 23.30 Uhr wurde am Kurt-Schumacher-Ring im Haus Nummer 20 ein Zimmerbrand im ersten Obergeschoss gemeldet. Dieser breitete sich schnell aus und bei Eintreffen der Feuerwehr stand bereits die ganze Wohnung in Flammen. Der verletzte Wohnungsinhaber saß bei Eintreffen der Polizei und Feuerwehr auf der Straße. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Die Feuerwehr begann mit den Löscharbeiten, konnte aber nicht verhindern, dass sich der Brand durch die Holzdecken auf das ganze Gebäude ausbreitete. Flammen schlugen bereits nach kurzer Zeit aus dem Dachboden in den Nachthimmel. Die Feuerwehr löste Großalarm aus und evakuierte die umliegenden Häuser. Die Märkische Verkehrsgesellschaft stellte Busse zur Verfügung, in denen sich die evakuierten Personen im Warmen aufhalten konnten. 39 Personen wurden durch die Feuerwehr betreut.

Warnung der Bevölkerung

Per Warn-App Nina wurde gegen 1.38 Uhr die Bevölkerung in Iserlohn vor Rauchgasen gewarnt. „Bitte begeben sie sich im Innenstadtbereich sofort in geschlossene Räume, Fenster und Türen geschlossen halten“, lautete die Meldung der App. Um 8.48 Uhr wurde die Meldung wieder aufgehoben.

Die Feuerwehr bekam bei dem Großbrand Unterstützung aus den umliegenden Städten. Die Feuerwehr Hagen schickte eine Drehleiter, die Feuerwehr Dortmund ein Fahrzeug mit Teleskopmast. Von der Feuerwehr Lüdenscheid wurde der zweite Abrollbehälter mit Atemschutzgeräten nach Iserlohn geschickt, da die Atemschutzgeräte von dem ersten Abrollbehälter bereits im Einsatz verwendet wurden. Die Feuerwehren aus Menden und Hemer schickten jeweils einen Löschzug mit mehr als 20 Feuerwehrleuten zum Einsatzort.

Kurt-Schumacher-Ring weiterhin gesperrt

Insgesamt sind rund 200 Einsatzkräfte in der Iserlohner Altstadt im Einsatz, zwei von ihnen wurden verletzt.

Der Kurt-Schumacher-Ring soll nach Angaben der Polizei den ganzen Tag gesperrt bleiben. Das ausgebrannte Haus ist nicht mehr betretbar und muss eventuell abgerissen werden. Das Nachbargebäude Nummer 18 ist durch das Löschwasser aktuell nicht bewohnbar. Zur Brandursache und Höhe des Sachschadens können zur Zeit noch keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

UPDATE: Sperrung des Kurt-Schumacher-Ringes für Fahrzeuge und Fußgänger nach dem Brand – Anwohner können zurückkehren

Nach dem Brand in der vergangenen Nacht in einem Wohn- und Geschäftshaus am Kurt-Schumacher-Ring besteht bei dem betroffenen Gebäude nach Untersuchungen der Statik akute Einsturzgefahr. Dies hat eine Überprüfung des Bauordnungsamtes ergeben. Das Gebäude muss in Teilen abgetragen werden. Das Gebäude darf nicht betreten werden. Die Bewohner können, je nach Lage, in Begleitung zu ihren Wohnungen.

Der noch in der Nacht zunächst komplett gesperrte Kurt-Schumacher-Ring muss im Bereich zwischen dem Kreisverkehr Hohler Weg / An der Schlacht bis zur Straße Am Bilstein voll gesperrt bleiben. Die Sperrung gilt sowohl für Fahrzeuge als auch für Fußgänger und wird solange andauern, bis die Abbrucharbeiten abgeschlossen sind.

Die in der Nacht evakuierten Anwohner der umliegenden Gebäude, bis auf das neben dem Brandhaus liegende, können ab sofort wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Sie hatten vorübergehend privat Unterkunft, etwa bei Freunden oder Verwandten, gefunden oder wurden in einer städtischen Notunterkunft untergebracht.

Zurzeit stehen in dem gesperrten Straßenabschnitt des Kurt-Schumacher-Ringes noch Fahrzeuge, die offenbar größtenteils den Anwohnern gehören. Die Stadt Iserlohn bemüht sich, die Halter der Fahrzeuge zu kontaktieren, damit diese schnellstmöglich ihre Fahrzeuge aus dem Gefahrenbereich herausholen. Die vor Ort eingesetzten Ordnungskräfte werden die Fahrzeughalter bei der Ausfahrt unterstützen.

Für Informationen steht die Hotline des städtischen Ordnungsamtes unter 02371 / 217-1620 zur Verfügung.

Quelle: Stadt Iserlohn

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