Altena/Nachrodt-Wiblingwerde/Hemer. Der erste Schnee der Saison 2019/20 ist in der Nacht zu Dienstag (19. November) bis in mittlere Lagen gefallen und hat den Höhendörfern von Altena und Nachrodt-Wiblingwerde sogar teils eine geschlossene Schneedecke beschert. Allerdings hatte die weiße Pracht auch ihre Kehrseite: Bäume stürzten unter der Schneelast um und führten auf der Ihmerter Straße (L 683) in Hemer, kurz hinter dem Ortsausgang von Altena-Evingsen, zu einer Vollsperrung.

Es ist enorm nasser und damit schwerer Schnee, der aus dem bereits dunklen Abendhimmel fällt. Und für Bäume, die teils noch ihr Blätterkleid tragen, zum Problem wird. Unter der Schneelast brechen Äste ab, stürzen ganze Bäume um. Nicht flächendeckend, aber die Polizei berichtet in der Nacht von einzelnen Einsätzen für die Feuerwehren im gesamten Märkischen Kreis. Einer dieser Einsatzorte ist die Ihmerter Straße von Altena-Evingsen nach Hemer-Ihmert.

Auf einer Strecke von rund 400 Metern sperrt die Feuerwehr Hemer die L 683 gegen Mitternacht komplett; von der Vollsperrung betroffen ist der Abschnitt zwischen Elfenfohren und der Einmündung Am Heistück. „Drei Mal“, so die Feuerwehr Hemer, ist sie seit den Abendstunden zum diesem Straßenstück ausgerückt, um abgebrochene Äste, die die Straße blockierten, beiseite zu räumen. Als eine Baumkrone unter der Last des Schnees abzubrechen droht, fällt der Entschluss, den Streckenabschnitt in beiden Fahrtrichtung vorläufig zu sperren. „Alles andere ist zu gefährlich“, heißt es seitens der Feuerwehr vor Ort gegenüber LOKALSTIMME.DE. Die Sperrung wird am Morgen erst gegen 9 Uhr wieder aufgehoben.

Postkartenidylle in Wiblingwerde

Der Dorfkern von Wiblingwerde, rund um die Johanneskirche, gleicht zu diesem Zeitpunkt einer winterlichen Postkartenidylle. Auch die Ortslage Großendrescheid in Altena hat eine geschlossene Schneedecke. Auf der Höhenstraße zwischen den beiden Orten, wo gerne Gas gegeben wird, sind Autos nur in Schleichfahrt unterwegs.

Auch die Altenaer Höhendörfer Dahle, Evingsen und Nettenscheid liegen unter einer Schneedecke. Allerdings mischt sich auch in den Höhenlagen immer wieder Regen unter den Schnee.

Vorsicht im morgendlichen Berufsverkehr

Der südliche Märkische Kreis mit Lüdenscheid, Meinerzhagen und Kierspe ist laut Polizei am stärksten vom Winterintermezzo und winterlichen Straßenverhältnissen betroffen. Auf der Affelner Straße zwischen Plettenberg und Neuenrade muss der Räumdienst anrücken, weil Autos auf der verschneiten Fahrbahn nicht weiterkommen.

Auch im morgendlichen Berufsverkehr am Dienstag (19. November) dürfte Vorsicht geboten sein; noch immer kann es zu Schneebruch und -glätte kommen.

Für die nächsten Tage sagt der Deutsche Wetterdienst wieder steigende Temperaturen voraus; der Wintereinbruch dürfte damit nur von kurzer Dauer sein.

Von Carsten Menzel (Text, Fotos) und Björn Braun (Fotos, Video)

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