Altena. Es ist nicht zu übersehen: Der Aufbau für die Aktion „GlanzLicht“, die die Burg Altena in der Advents- und Weihnachtszeit besonders in Szene setzt, hat begonnen.

Kunterbunt und in allen Farben des Regenbogens erstrahlen die Außenmauern der Burg Altena auf der der Innenstadt und dem Lennetal zugewandten Seite. Der Anblick weckt dabei weniger Assoziationen mit Advent, sondern eher mit Aktionen, in der es um Gleichberechtigung in Geschlechterrollen geht. Jedenfalls ist das Farbenspiel auf den Burgmauern nicht zu übersehen und zieht die Blicke aus dem Tal geradezu magisch an. Das obere Deck des Parkhauses unterhalb des Burggymnasiums erfährt daher am Mittwochabend (27. November) ein für diese Tageszeit ungewöhnliches Verkehrsaufkommen: Autos fahren vor, aus denen, im strömenden Regen, Insassen mit dem Smartphone Fotos der bunt angestrahlten Burg direkt gegenüber machen. Mancher, mit richtiger Kamera ausgerüstet, steigt aus, um zu fotografieren.

Vom warmen Rot zu frostigem Blau

Um eins vorwegzunehmen: „Nein, das bleibt nicht so“, sagt Marco Nowak, Lichtkünstler aus Hagen, gegenüber LOKALSTIMME.DE zu den bunten Farben auf den Burgmauern. Am Montag hat Nowak mit dem Aufbau für die Illumination der Festung auf dem Felssporn hoch über dem Tal begonnen. Dabei sind im Außenbereich zunächst die Leuchten und Scheinwerfer platziert und bei einsetzender Dämmerung eingeschaltet worden – unabhängig, in welcher Farbe sie leuchten. Die Einstellung erfolgt am Ende des Aufbaus: Geplant ist laut Märkischem Kreis als Burgherr zum winterlichen Mittelalter-Spektakulum (Freitag, 29. November, bis Sonntag, 1. Dezember) die Festung in warme Rot- und Orangetöne zu tauchen; anschließend wird das Farbbild auf ein winterlich-frostiges Blau umgestellt.

„Ganz schön steil“

„Wir mussten ganz schön klettern“, berichtet Marco Nowak von der Platzierung der Scheinwerfer am Fuße der Außenmauern: „Der Hang ist doch ganz schön steil.“ Nowak hat sich mit seinem Unternehmen Atomic Nightlife Events auf die Illumination von Gebäuden und Parks spezialisiert. Nowak dazu: „Veranstaltungstechnik für Konzerte macht heute fast jeder.“ Davon will er sich innerhalb der Branche absetzen. Und: „Ich bin draußen, an der frischen Luft unterwegs“, stellt Nowak, der mit drei Mitarbeitern im Einsatz ist, fest. Dass ihm dabei der am Mittwoch einsetzende Regen vom Schirm seiner Mütze tropft, nimmt er gelassen hin.

Bis zum zweiten Weihnachtstag

Wie viele Leuchten und Scheinwerfer entlang der Burgmauern und in den beiden Innenhöfen aufgestellt sind, darüber schweigt sich Nowak aus. Geschätzt dürften es aber locker mehr als 100 Stück sein. Davon übrigens die meisten Leuchten in moderner LED-Technik und damit stromsparend. Finanziert wird die Lichtaktion vom Märkischen Kreis, der Märkischen Kulturstiftung Burg Altena und vom Verein Freunde der Burg Altena.

Bis zum zweiten Weihnachtstag (27. Dezember) und damit rund einen Monat soll das „GlanzLicht“ leuchten. Also genug Zeit für alle, die die in Szene gesetzte Burg Altena noch fotografieren wollen. Dann in der vorgesehenen Farbgestaltung.

Fotos: Carsten Menzel und Björn Braun

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