Werdohl/Altena. Am Montagabend (14. Oktober) ist es in der Stadtklinik Werdohl in einem Krankenzimmer zu einer Verpuffung gekommen. Dabei ist ein Patient so schwer verletzt worden, dass er mit einem Rettungshubschrauber ausgeflogen werden musste. Wegen der Dunkelheit musste der Helikopter in Altena landen.

Die Brandmeldeanlage der Stadtklinik Werdohl hat um 19.10 Uhr ausgelöst; die gesamte Feuerwehr Werdohl wurde daraufhin alarmiert. In einem Patientenzimmer ist es nach Angaben der Polizei zu einer Verpuffung gekommen. Ein 68-jähriger Patient, der mit einer Sauerstoffmaske beamtet wurde, legte diese neben sich ab und steckte sich eine Zigarette an. Durch den ausströmenden Sauerstoff kam es zu einer Verpuffung, wie die Polizei auf Nachfrage von LOKALSTIMME.DE mitteilt. Der Patient erlitt im Gesicht schwerste Brandverletzungen und musste reanimiert werden.

Nach der Erstbehandlung im Werdohler Krankenhaus entschieden die Ärzte, den schwer Verletzten in eine Spezialklinik zu verlegen. Der nachtflugtaugliche Rettungshubschrauber „Christoph Westfalen“ aus Münster wurde gerufen. Dieser flog allerdings den Landeplatz in Altena am Langen Kamp an, da dieser auch für Landungen in der Dunkelheit geeignet ist. Der Patient wurde mit einem Rettungswagen die 14 Kilometer lange Strecke von Werdohl nach Altena gebracht und von dort in eine Spezialklinik nach Dortmund geflogen. Der Helikopter hob gegen 22.30 Uhr in der Burgstadt in den Nachthimmel Richtung Norden ab.

Der Landeplatz am Langen Kamp in Altena wurde von der Feuerwehr Altena ausgeleuchtet und abgesichert. Der hell erleuchtete Platz mit dem gelandeten Rettungshubschrauber zog erkennbar die Blicke der vorbeifahrenden Autos an.

Der Krankenhausbetrieb in Werdohl war durch die Verpuffung nur geringfügig eingeschränkt, so die Polizei. Das Krankenhaus gehört als Stadtklinik zum Verbund der Märkischen Kliniken mit den weiteren Standorten Lüdenscheid-Hellersen und – zur Zeit noch – Iserlohn-Letmathe.

Fotos: Carsten Menzel

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