Altena. Der Reiter in der Rüstung gibt dem Pferd die Sporen, das Tier galoppiert los, die Lanze trifft den Gegner! Holz splittert. Der siegreiche Ritter freut sich über den Treffer; die Zuschauer, die dicht an dicht den Turnierplatz säumen, applaudieren. Die Ritterspiele hoch zu Ross sind auch bei diesem Mittelalterfest einer der Höhepunkte und Publikumsmagneten am Samstag.

Das dreitägige Festival „Altena – eine Stadt erlebt das Mittelalter“ wird auch in diesem Jahr eine der best besuchten Veranstaltungen in Südwestfalen sein. Allerdings sind am Samstag, dem zweiten Festivaltag, wohl weniger Besucher als in den Vorjahren auf der Festmeile an der Lennepromenade unterwegs. Das tut der Stimmung und dem Flair aber keinen Abbruch. Kein Gedränge und Geschiebe, wie in den Vorjahren. Dafür mehr Platz und Zeit zum Schlendern, Schauen, Stehenbleiben und Staunen. Den Besuchern, darunter viele Familien mit Kindern, ebenso erkennbare Mittelalterfans in Gewändern, scheint es jedenfalls zu gefallen. Die Mitmachaktionen, wie Axtwerfen oder Bogenschießen, werden gerne ausprobiert. Und die Hüpfburg für Kinder ist den ganzen Tag umlagert. Was hat eine Hüpfburg mit Mittelalter zu tun? „Wir wollten mehr Angebote gerade für Kinder“, erklärt Corina Turner von der Agentur Pfiffikus, die das Festival mitorganisiert. Und immerhin: Die Hüpfburg hat immerhin das Aussehen einer Burg.

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Zu sehen und zu hören gibt es abseits der Verkaufsstände reichlich. Zauberhafte Artistik zeigen die sportlichen, jungen Ladies von „Fliegwerk“, die an Seilen und Tüchern unter der Mittleren Brücke in luftiger Höhe arbeiten. „Mors Certa“ heißt die Ritterschaft, die im Garten der Burg Holtzbrinck zeigt, wie in einem Wirtshaus ein Streit um Bier und Frauen wohl ausgetragen wurde – mit Axt, Schwert und Schild. „Comes Vagantes“, die schon den Eröffnungsabend mitgestaltet haben, steuern ihre rockigen Mittelaltertöne ein; „Paddy & the Rats“ heißt die Band aus Ungarn, die an der Hauptbühne im Küstersort am Abend einheizt.

Den sehenswerten Abschluss und Höhepunkt setzen die Artisten zu später Stunde, als es auf Mitternacht zugeht, gemeinsam. Mit einer Feuershow. Was die Blue Man Group mit Trommeln, Licht und Farben kann, macht das Duo Forzarello mit Trommeln, Benzin und Feuer; den Rhythmus gegen dabei live die Musiker von „Comes Vagantes“ vor. Nach und nach reihen sich auch Caspar, Max und Moritz und Lux in die Show ein und jonglieren mit brennenden Fackeln, Kettenkugeln und Stäben als wäre es ein Kinderspiel. Kräftiger Applaus und „Zugabe“-Rufe sind ihnen sicher. Damit findet der zweite Festival-Tag, der wolkenverhangen begann, einen heißen Abschluss.

Am Sonntag geht das Programm an der Lenneuferpromenade und auf der Burg weiter. Zudem öffnen die Geschäfte in der Innenstadt zum verkaufsoffenen Sonntag und laden zum Shoppen ein.

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