Altena. Das Festival „Altena – eine Stadt erlebt das Mittelalter“ soll auch im nächsten Jahr, dann zum zwölften Mal, stattfinden. Darauf haben sich die Veranstalter – der Märkische Kreis, die Stadt Altena und die Agentur Pfiffikus – am Sonntagabend bei einem ersten Fazit der drei Festtage verständigt. Ein Grund für die Entscheidung: Die Besucherzahl ist wieder gestiegen.

„18.500 Besucher“ haben die Veranstalter laut Bürgermeister Andreas Hollstein seit Freitagabend gezählt. Im letzten Jahr war die Resonanz auf 15.000 Besucher an den drei Festivaltagen eingebrochen. „Wir sind wieder auf dem Weg zu den alten Zahlen“, gab Hollstein als Perspektive aus und erinnerte an die Ausgaben mit bis zu 25.000 Besuchern – und die Steigerung in diesem Jahr sei trotz einiger Konkurrenz am Wochenende gelungen: So fand in Soest zeitgleich das Historien-Spektakel „Soester Fehde“ statt.

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Händler „mega zufrieden“

Das neue Konzept mit mehr (Mitmach-)Aktionen und Angeboten für Kinder habe sich bewährt, urteilte Hollstein gegenüber LOKALSTIMME.DE am Sonntagabend. Auch die Händler und Standbetreiber hätten positive Rückmeldungen gegeben: „Die sind mega zufrieden“, erklärte Hollstein. Kritik von Besuchern, es wären weniger Stände als im Vorjahr gewesen, konterte der Bürgermeister mit Zahlen. „Wir hatten immer um 100 Händler. In diesem Jahr waren es exakt 104“. Allerdings sei der Aufbau stellenweise anders als in den Vorjahren gewesen und so der Eindruck nach mehr Freiräumen entstanden.

Der Sonntag war eindeutig der Familientag des Festivals: Familien mit jungen Kindern strömten bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen über die Lennepromenade oder traten den steilen Weg aus dem Tal hinauf zur Burg an. Denn: Am Erlebnisaufzug war zu den Stoßzeiten Schlange stehen bis hinaus auf die Lennestraße angesagt. Da wählten viele dann doch die Fußwege zur Festung. „Wo ist denn die Burg?“, fragte ein kleiner Junge im blauen T-Shirt und kurzer Hose seinen Vater schon nach weniger Metern auf den Treppen den Nalshof hinauf. „Ein Stück ist es noch“, tröstet der Vater, wohl ahnend, dass er den Spruch bis zum Burgtor noch einige Male wird verwenden müssen.

Viele Berge, wenig Parkplätze

„Du bist hier im Sauerland. Da gibt es viele Berge, aber kaum Parkplätze.“ So begrüßen sich Besucher am Burgtor. Wohl war: Der Anstieg aus dem Lennetal zur Burg ist nun einmal steil. Und Parkplätze waren schon gegen Mittag in der Nähe der Veranstaltungsorte Mangelware. Wer am Langen Kamp, an der Bahnhofstraße, am Linscheid oder im Mühlendorf einen Parkplatz suchte, musste richtig Glück haben, um eine freie Lücke zu finden. Und ein Blick auf die Kennzeichen verriet: Die Besucher hatten teils weitere Anfahrten auf sich genommen. Hochsauerland, Olpe, Ennepe-Ruhr-Kreis oder Unna waren ebenso vertreten wie Hamm, Wuppertal und das Oberbergische sowie das Ruhrgebiet (Dortmund, Gelsenkirchen, Recklinghausen).

Hochbetrieb in Lennestraße

Vom Besucherandrang profitierte auch die Fußgängerzone in der Innenstadt, wo die Einzelhändler zum verkaufsoffenen Sonntag eingeladen hatten. Jedenfalls herrschte für einen Sonntagnachmittag in Altenas Einkaufsstraße Hochbetrieb. Viel war dabei wohl auch Lauf- und Schaukundschaft. Was nicht schlecht sein muss. „Niemand kauft einen Kochtopf oder eine Pfanne, wenn er noch auf das Fest geht“, sagt Friederike Haar, Inhaber von Zetzmann & Bröer. Die Erfahrung aber zeige, dass „die Kunden, die sonntags im Geschäft waren, und sich umgeschaut haben, ein paar Tage später wieder kommen, um zu kaufen, was sie gesehen haben“ und auch Sandra Heisler von DriemeS! war zufrieden. „Es war super heute. Viele Auswärtige die reingeschaut und auch gekauft haben.“

Alle Hände voll zu tun hatten die Gaststätten in der Innenstadt: ob Pizzeria, Eiscafé oder Kneipe – die Geschäfte liefen auf Hochtouren.

Nach der Grundsatzentscheidung, die Veranstaltung im nächsten Jahr fortzuführen, können sich die Fans schon einmal das Datum notieren: Von Freitag, 31. Juli, bis Sonntag, 2. August heißt es dann wieder „Altena – eine Stadt erlebt das Mittelalter“.

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