Berlin/Altena. Die Bedrohung von Politikern in Deutschland reißt nicht ab. Meist sind es Politiker, häufig auf kommunaler Ebene, die sich für eine offene Gesellschaft, Toleranz und einen menschenwürdigen Umgang mit Geflüchteten einsetzen.

Trauriger und erschreckender Höhepunkt war die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke (CDU) am 2. Juni. Mutmaßlicher Täter war Stephan E., ein Rechtsradikaler. Auch Altenas Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein erhält offenbar nach wie vor Morddrohungen.

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Der Bundespräsident lädt am Mittwoch bedrohte Politiker in seinen Dienstsitz, das Schloss Bellevue, in Berlin, ein. Dort wird Steinmeier mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalpolitik, des Deutschen Städtetages sowie des Deutschen Städte- und Gemeindebundes zum Thema „Bedrohung von politisch Verantwortlichen“ sprechen, unter den ca. 20 Eingeladenen ist auch Hollstein, nach Informationen von LOKALSTIMME.DE. Es geht um deren Rückendeckung.

Auf die Einladung des Bundespräsidenten angesprochen, sagt Bürgermeister Andreas Hollstein gegenüber LOKALSTIMME.DE: Es ist ein Zeichen nach außen, das der Bundespräsident allen Kommunalen, egal ober ehren- oder hauptamtlichen Politikern, den Rücken stärkt. Das ist ein symbolischer Akt, aber ein besonderer symbolischer Akt. Er hat das Thema ja auch beim Kirchentag in Dortmund sehr offen angesprochen, wie einige andere auch.

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