Iserlohn.  Die FDP Iserlohn hat heute den Rücktritt von Bürgermeister Dr. Ahrens in der Abfindungs-Affäre gefordert. Des Weiteren ist heute bekannt geworden, dass die Wählergemeinschaft DieISERLOHNER Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Hagen eingereicht hat.

In einem Videostatement (am Ende des Artikels) der Wählergemeinschaft DieISERLOHNER teilt Vorstandsmitglied Michael Petereit mit, dass sie bei der Staatsanwaltschaft Hagen eine Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt haben, um den Vorgang juristisch prüfen zu lassen. „Das unfassbare, was mich wirklich umbringt, ist die Tatsache, dass das der Bürgermeister alleine gemacht haben soll“, so Petereit in dem Video.

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Wählergemeinschaft erhebt schwere Vorwürfe gegen den Kämmerer der Stadt Iserlohn

Die Auszahlung soll nach Medienberichten im März geschehen sein. „Und dann wollen die politischen Parteien bis heute nichts gewusst haben? Das ist doch völlig unglaubwürdig. Denn wenn Herr Wojtek als Kämmerer sich geweigert hat, die Zahlung zu veranlassen, dann hat er davon gewusst. Und wenn er davon gewusst hat, dann muss er auch gehandelt haben. In welchem Umfang denn? Wir wissen, dass hier der Verdacht im Raum steht, dass hier eine schwere Untreue im Sinne von §266 Strafgesetzbuch vorliegen könnte. Dabei muss man allerdings auch wissen, dass man diese Straftat nicht nur durch eine Handlung, sondern auch durch eine Unterlassung begehen kann und genau da ist der Ansatz zu setzten. Warum haben die Mitglieder des Verwaltungsvorstandes nicht gehandelt?“, so Petereit weiter. In den Augen der Wählergemeinschaft DieISERLOHNER hätte der Kämmerer Michael Wojtek handeln müssen.

„Es muss doch irgendwo eine Reißleine geben, das zu stoppen, bevor ein Schaden entsteht“

„Für uns war die Höhe der Summe der Auslöser, dass wir gesagt haben das wollen wir juristisch überprüft haben, denn das passt in keinerlei Weise zur Dienstzeit und Entgeltgruppe des betroffenen Mitarbeiters. Deswegen haben wir Anzeige gegen Unbekannt eingereicht, aber mit der Nennung des gesamten Verwaltungsvorstand, insbesondere natürlich des Bürgermeisters und des 1. Beigeordneten, aber die Anzeige an sich richtet sich gegen Unbekannt“, so der zweite Vorsitzende Michael Joithe der Wählergemeinschaft auf Nachfrage von LOKALSTIMME.DE.

„Für uns ist nicht nachvollziehbar, warum ein Kämmerer seinem Chef die Gefolgschaft verweigert, einen klaren Auftrag verweigert. Was für ihn ganz eindeutig dienstrechtliche Konsequenzen haben müsste. Das heißt, er müsste ganz triftige Gründe dafür gehabt haben, aber dann einen Monat lang schweigt, das verstehe ich nicht“, so Joithe. Ebenfalls unverständlich für Michael Joithe ist es, warum es in der Hauptsatzung der Stadt Iserlohn keine Möglichkeit gibt, dass der Kämmerer oder andere Mitglieder des Verwaltungsvorstandes, die scheinbar alle involviert, informiert waren, dass Ganze zu stoppen. „Es muss doch irgendwo eine Reißleine geben, das zu stoppen, bevor ein Schaden entsteht!“

Die komplette Stellungnahme der Wählergemeinschaft finden Sie unter www.dieiserlohner.de.

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