Altena. Zwei Brände in knapp 200 Meter Luftlinie Entfernung hielten die Feuerwehr am Dienstagnachmittag in Altena in Atem. Die Bahn musste die Ruhr-Sieg-Strecke sperren, damit die Feuerwehr an einen zweiten Brandherd kommen konnte.

Um 16:24 Uhr wurde die Feuerwehr zum Ortsteil Pragpaul alarmiert. Nach ersten Meldungen sollte dort eine Fläche von 5×5 Metern am Tunnel der Bahnstrecke brennen. Aber auf der Anfahrt konnte man schon deutlich sehen, dass das Feuer viel größer ist. Eine riesige Rauchwolke stand bereits über dem Ortsteil. Aus diesem Grund wurde neben der hauptamtlichen Wache, dem Löschzug 1, auch der Löschzug 3 alarmiert.

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Zweiter Brandherd fordert Sperrung der Bahnstrecke in Altena

Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen auf dem Tunnelkopf der Ruhr-Sieg-Strecke von mehreren Seiten. Vieles erinnerte an die unzähligen Waldbrände im vergangenen Sommer in Altena. Die Flammen bei diesem Waldbrand waren gerade unter Kontrolle, als die Feuerwehr in ca. 200 Metern Entfernung Rauch aus einem anderen Teil des Waldes aufsteigen sehen konnte. Das erreichen des zweiten Brandherdes gestaltete sich schwierig, denn die Bahngleise trennten die Feuerwehr von dem Feuer auf der anderen Seite. Deshalb musste die Bahnstrecke zwischen Werdohl und Letmathe gesperrt werden.

Die 45 Einsatzkräfte konnten nach der Bestätigung der Streckensperrung durch die Bahn mit dem Löschen beginnen. Insgesamt stand eine Fläche von über 600 m² in Flammen. Für die gesamte Dauer der Löscharbeiten musste Hermann-Voß-Straße komplett gesperrt werden. Viele Anwohner des Pragpauls parkten ihre Fahrzeuge an der Sauerlandhalle und gingen die restlichen Meter zu Fuß nach Hause.

Wie es zu dem Feuern kommen konnte, ist zurzeit noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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