Altena. Stadtbrandinspektor Alexander Grass fand am Samstagabend deutliche Worte in Richtung des Rathauses der Stadt Altena bei der diesjährigen Jahresdienstbesprechung in der Schützenhalle in Dahle. Aber auch viele lobende Worte hatte Grass für seine Truppe für die geleistete Arbeit bei den vielen Einsätzen, wie z.B. den Waldbränden im vergangen Jahr über. 

„Es kann nicht sein, dass es Altena nicht hinbekommt, ein System einzurichten, in dem wir eine ordentliche Mitgliedsakte führen können. Momentan müssen wir immer erst zur Wache fahren, in zwei verschiedenen Systemen gucken, ob jemand die Voraussetzung erfüllt, um an einem Lehrgang teilzunehmen. Gerade bei spontanen freien Lehrgangsplätzen wäre dies fast unmöglich.

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Stadtbrandinspektor Alexander Grass.

Es gibt eine Software „MP Feuer„, wo wir mit einem Internetzugang von überall aus auf diese Mitgliedsakte, sowie sämtliche Daten der Feuerwehr zugreifen können. Sprich auch Zuhause von der Couch mit dem Tablet. Stefan und ich (Brockhaus, Stellvertreter von Grass. Anm.d.Red), wir machen das alle so wie ihr ehrenamtlich neben unseren normalen Jobs.“

Wie fehleranfällig das alte System ist, zeigte sich dann direkt im Laufe des Abends, als ein Löschgruppenführer nach vorne kommt und mitteilt, dass ein Kamerad von ihm auch die Voraussetzungen für eine Beförderung erfüllt und an der Reihe wäre für die Beförderung. Grass und Brockhaus reagieren spontan und befördern auch dieses Mitglied der freiwilligen Feuerwehr.

Weiter betonte Grass, dass die IT auf der Feuerwache sehr schlecht ist. Am Freitag hatte sich ein Techniker der Stadt angekündigt, „Ratet mal wer nicht gekommen ist“, so Grass zu seinen Feuerwehrleuten.

Er mahnte die anwesenden Ratsmitglieder, so wie den Stadtkämmerer Stefan Kemper, diese Situation zu besprechen und zu ändern. „Wir gucken uns das noch bis zum 1. April an und ziehen danach unsere Konsequenzen!“
Im Gespräch mit LOKALSTIMME.DE erklärt Alexander Grass was diese Konsequenzen bedeuten würden: „Das heißt, dass dann das Personalamt der Stadt Altena die Mitgliedsakte für 250 Feuerwehrleute führen muss. Da ist sie laut Laufbahnverordnung zu verpflichtet.“ Ein Mehraufwand der im Rathaus bestimmt gerne vermieden werden dürfte.

Feuerwehr Altena bekommt positive Resonanz aus der Bevölkerung

Es gab aber auch viel Positives zu berichten. So erzählte Grass, das er neulich von einem fünfjährigen Jungen auf dem Altenaer Wochenmarkt angesprochen wurde. „Du bist doch der Feuerwehrmann, oder? Ja, antworte Grass dem Jungen. „Ich wollte Dir Danke sagen! Du hast meinen Kumpel bei dem Feuer in Dahle aus dem Haus gerettet!“ Überrascht durch diese Worte, antworte Grass dem Jungen, das er dies nicht alleine getan hat, sondern zusammen mit ganz vielen Feuerwehrleuten. „Und das Lob geht an Euch“, so der Stadtbrandinspektor zu seinen Kameraden bei der Jahresdienstbesprechung. „Die Bürger haben uns im vergangenen Jahr an den Einsatzstellen bestens versorgt, das Ansehen ist sehr hoch. Da wurde für uns Bratwürstchen gegrillt und Kuchen zu den Einsatzstellen gebracht. Und deshalb muss auch in 2019 der Spruch gelten: Unsere Zukunft für Ihre Sicherheit!“

Stellvertretende Bürgermeisterin Hanna Freissler.

„Die Gerüchte, dass Einheiten zusammengelegt oder geschlossen werden, sind falsch! Der Brandschutzbedarfsplan ist auf einem guten Weg“, konnte Grass seine Feuerwehrleute beruhigen. Dies bestätigte auch die stellvertretende Bürgermeisterin Hanna Freissler in ihrem Grußwort. Auch sie dankte den Feuerwehrleuten für ihre geleistete Arbeit im vergangenen Jahr und konnte berichten, dass die Stadt als Dankeschön für Ihre Feuerwehr  ein Grillfest plant.

„Die Stadt investiert in die Feuerwehr Altena in diesem Jahr rund 800.000 Euro“, so Grass. Unter anderem kann sich die Löschgruppe Drescheid über ein neues Hilfeleistungsfahrzeug (HLF 10) freuen. Die Kinderfeuerwehr wird einen Mannschaftstransportwagen (MTW) bekommen. Zum Ende des Jahres werden zwei neue Einsatzleitfahrzeuge (ELW) angeschafft. Eins davon kommt in den Löschzug 2 und das andere in den Löschzug 1, dieses Fahrzeug wird auch gleichzeitig von der Schnelleinsatzgruppe (SEG) genutzt. Ausgeschrieben und bestellt werden in diesem Jahr ein HLF 10 für die Löschgruppe Freiheit und ein Gerätewagen Logistik/Umweltschutz U2.

Alexander Grass und Stefan Brockhaus konnten auch zahlreiche Ehrungen, Beförderungen und Ernennungen durchführen.

Ehrungen:

Beförderungen:

Ernennungen:

Brandinspektor Christoph Kerper von der Löschgruppe Rahmedetal wird neuer Leiter der Fernmeldegruppe. Unterbrandmeister Marc Wagner wird Gruppenführer der Löschgruppe Freiheit. Oberbrandmeister Benjamin Stoßberg von der Löschgruppe Dahle wird kommissarischer Zugführer im Löschzug 2 und Brandoberinspektor Björn Karnbach von der Löschgruppe Dahle wird sein Stellvertreter. Brandoberinspektor Franco Lars Cali wurde im Laufe des Jahres 2018 zum Löschgruppenführer der Löschgruppe Knerling ernannt.

Entlassung aus Dienststellung:

Entlassung aus Dienststellung:
HBM Matthias Löttgers LG Knerling Gruppenführer Knerling
HBM Udo Denkhaus LG Freiheit Gruppenführer Freiheit
BI Ralf Bohnert LG Dahle Zugführer Zug 2
UBM Jens Schulte LG Rahmedetal Leiter der Fernmeldegruppe

Überweisung in die Ehrenabteilung:

Überweisung in die Ehrenabteilung:
UBM Klaus Schauerte LG Freiheit
UBM Friedhelm Rahmer LG Evingsen
UBM Horst Scholz LG Evingsen
UBM Frank Rohrsen LG Evingsen

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