Altena. Seit fast zweieinhalb Jahren ruhen die Bauarbeiten an dem Rohbau „Wohnen am Bungern“ der Fritz-Berg-Stiftung in der Kirchstraße. Schwerwiegende Mängel am Bau hatten einen Baustopp verursacht. Jetzt hat die Fritz-Berg-Stiftung Klage gegen die für den Bau beauftragten Unternehmen eingereicht. Eigentlich sollten die ersten Mieter schon im Mai 2016 in ihre Wohnungen einziehen können.

Doch es wurden in der Rohbauphase, kurz vor der geplanten Endabnahme des Gewerks, im Rahmen einer Begehung kleinere Risse und Abplatzungen an Säulen und Wänden festgestellt, sodass weitere Analysen unternommen werden mussten, um dem Schaden auf den Grund gehen zu können. Bei der weiteren Analyse stellte sich heraus, dass die beiden Gebäude des Neubaus „Wohnen am Bungern“ erhebliche Schäden aufweisen. Die Stiftung hat bislang vergeblich versucht, eine gütliche Einigung zu finden, um das Bauprojekt „Wohnen am Bungern“ erfolgreich zu Ende zu führen.

Anzeige2 / Werbeplatz Buchen

Die für den Bau beauftragen Unternehmen (Rohbau, Architekt und Generalplaner, Prüfstatiker, Projektcontroller) haben ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllt. Aus diesem Grund sind am Bau schwerwiegende Mängel entstanden“, so die Stiftung weiter.  Die gemeinnützige Stiftung hat nach langen Verhandlungen und Versuchen, die beauftragten Unternehmen dazu zu bewegen, ihre vertraglich vereinbarten Leistungen zu erbringen und den vergeblichen Versuch, den Rohbau des Projekts „Wohnen am Bungern“ in eine Qualität zu versetzen, die einen Abschluss des Bauprojekts möglich machen, den Klageweg eingeschlagen.

Die Fritz Berg Stiftung hat vor diesem Hintergrund die beauftragten Unternehmen auf Schadenersatz verklagt, um den der gemeinnützigen Stiftung zur Förderung der Altenhilfe entstandenen Schaden zu kompensieren. Das Projekt „Wohnen am Bungern“ möchte die Fritz Berg Stiftung für die Bürger Altenas und zur Förderung der Altenhilfe erfolgreich abzuschließen.

Die Vertreter der Fritz Berg Stiftung bedauern zutiefst, dass die Bürger Altenas, die Nachbarn und die Mieter der Fritz Berg Stiftung mit der Situation und dem Zustand des Projekts „Wohnen am Bungern“ bis auf weiteres leben müssen. Vertreter der Fritz Berg Stiftung, möchten die Situation so schnell wie möglich klären und zu einem positiven Abschluss zu bringen, heißt es weiter.

„Um das Projekt zu einem positiven Abschluss bringen zu können, müssen auch die Stadt Altena und die Sparkasse, die ebenso wie die Stiftung unverschuldet mit in die aktuelle Situation geraten sind, zielgerichtet und lösungsorientiert an die Situation herantreten, um das gemeinnützige Projekt für die Bürger Altenas zu einem guten Ende bringen zu können. Leider benötigt die Fritz Berg Stiftung aufgrund des notwendig gewordenen Klageweges Zeit, um den Prozess durchfechten zu können.“

Das bedeutet leider auch, dass die Gebäude erst nach der notwendigen Beweisaufnahme durch gerichtliche Sachverständige saniert oder zurückgebaut werden können. Andernfalls Drohen der Fritz Berg Stiftung erhebliche finanzielle Einbußen und Beweisschwierigkeiten im gerichtlichen Verfahren. Einen verbindlichen Zeitraum kann die Stiftung aus heutiger Sicht nicht verbindlich nennen, und bedauert die Unannehmlichkeiten für die Bürger Altenas, die Nachbarn und die betroffenen Mieter der Fritz Berg Stiftung.

Die Fritz Berg Stiftung:

Die Fritz Berg Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung, die als Stiftungszweck, die Förderung der Altenhilfe, insbesondere für ältere Bürger Altenas, verfolgt. Seit 1995 betreibt die Fritz Berg Stiftung bereits das Fritz-Berg-Haus mit insgesamt 51 Wohnung für ältere Menschen mitten im Herzen von Altena. Für das Fritz Berg Haus bestehen seit jeher lange Wartelisten, um eine Wohnung im Betreuten Wohnen der Fritz Berg Stiftung zu bekommen, so die Stiftung in einer Mitteilung.

Im Sinne des Stifters und in Umsetzung des Stiftungszwecks hat die Stiftung beschlossen, gemeinnützig weitere 19 Wohnungen mitten im Herzen Altenas zu bauen, um der hohen Nachfrage unter den Altenaer Bürgern gerecht zu werden und damit die Altenhilfe in Altena zu fördern.

Lesen Sie auch:

Teile diesen Beitrag auf: