Altena. Das Mittelalter-Festival blieb mit dem Besucherzahlen hinter dem des verregneten Vorjahres zurück. Nur 15.000 Besucher fanden den Weg nach Altena, viel zu wenig für ein Fest in dieser Größenordnung. 

Waren die Besucherzahlen am Freitag auf der Burg knapp unter dem des Vorjahres, so waren am Samstag und Sonntag weniger Besucher auf dem Mittelalter-Festival „Altena – Eine Stadt erlebt das Mittelalter“.

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Das heiße Wetter hat sicher auch dazu beigetragen das viele Besucher lieber zuhause blieben oder den Weg ins Freibad oder an einen See wählten. Aber auch die Kritik an der Veranstaltung wurde lauter. So kritisierten Besucher gegenüber LOKALSTIMME.DE das es gefühlt immer das Gleiche in Altena zu sehen gibt. Gleiche Stände, gleiche Gaukler, es fehlt die Abwechslung über die Jahre.

Und auch für ein zehnjähriges Jubiläum hatten sich viele Besucher deutlich mehr versprochen. Es sollte laut Veranstalter ein „Best of“ der vergangenen zehn Jahre werden, aber es hätte genauso gut die siebte oder neunte Auflage gewesen sein können. Einen deutlichen Unterschied merkte man nicht beim zehnjährigen Jubiläum zu den vorangegangen Jahren. Die Feuershow sollte eigentlich noch um ein Element an der Lenne erweitert werden, die Idee musste aber aufgrund der Brandgefahr verworfen werden.

Clan Eroberung der Burg Altena gescheitert

Das Motto die „Clans erobern Burg Altena“ war nicht wirklich spürbar. Ein Foto im Programmheft suggerierte zum Beispiel den typischen schottischen Baumstammweitwurf beim Mittelalter-Festival in Altena. Aber wer sich darauf gefreut hatte, wurde enttäuscht. Eine schottische Band und die 1st Sauerland Pipes & Drums, so wie ein paar Künstler sind für so ein Motto zu wenig, auch wenn die Auftritte gut gewesen sind. Aber von einer Eroberung der Burg Altena durch Clans war man weit entfernt.

Und auch in Sachen Werbung ist noch Potenzial nach oben. Wurde z.B. in der Thier-Galerie, ein Shoppingcenter in Dortmund, großflächig geworben, fehlte aber die Werbung in den direkten Nachbarstädten. „In Iserlohn wusste auch kaum einer davon… nur die Fans, die schon oft da waren.. auf Bussen und in der Thiergalerie machen sie ja schon lange Werbung“, so eine Facebook-Nutzerin unter einem unserer Beiträge.

„Das Wetter hat uns voll erwischt, aber wir müssen auch einiges Überdenken und hinterfragen um das Mittelalter-Festival im kommenden Jahr wieder attraktiver zu machen“, so Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein im Gespräch mit Lokalstimme.de am Sonntagabend. „Wir haben verstanden“, fügt Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper hinzu. Es bleibt abzuwarten was den Besuchern bei der elften Ausgabe im kommenden Jahr präsentiert wird. Aber es ist ein gutes Zeichen, dass man sich in Veranstalterkreisen Gedanken dazu macht und etwas verändern möchte.

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