Iserlohn. Unglaubliche Szenen spielten sich heute in der Iserlohner Innenstadt ab. Ein älterer Mann ist zusammen gebrochen. Die alarmierten Rettungskräfte wurden von Gaffern angepöbelt und bedroht. Erst die nachalarmierte Polizei konnte für Ruhe sorgen.

Unglaubliche Szenen spielten sich heute gegen 14.15 Uhr in der Iserlohner Innenstadt ab. Ein Mann ist in der Vinckestraße zusammen gebrochen. Ersthelfer, darunter eine zufällig anwesende Ärztin, kümmerten sich um den Mann. Der Zustand verschlechterte sich immer mehr, so dass die alarmierten Rettungskräfte der Feuerwehr den Mann in der Innenstadt reanimieren mussten.

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Rettungskräfte angepöbelt und bedroht

Dabei wurden Sie von Gaffern, Schaulustigen umlagert. Auf die mehrmalige bitte doch weiterzugehen, wurde die Besatzung angepöbelt und bedroht. „Ich kann mich aufhalten wo ich will, du hast mir gar nichts zu sagen“ waren die harmlosen Varianten. Passanten, die versuchten die Schaulustigen zum weiterzugehen zu bewegen, wurden ebenfalls bedroht. Nach LOKALSTIMME.DE Informationen gab es auch ein paar Vollidioten die mit ihren Smartphones fotografierten oder filmten. Diese störten so dermaßen, dass die Rettungskräfte sich gezwungen sahen Unterstützung der Polizei und ein Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) der Berufsfeuerwehr zur Hilfe zu rufen.

Bei eintreffen der Polizei entfernten sich die größten Störenfriede. Der ältere Mann wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er nach LOKALSTIMME.DE Informationen später verstarb.

In einer Pressemitteilung fragt die Feuerwehr Iserlohn wo das noch hinführen soll:

Das Verständnis, die Anteilnahme, auch die Rücksichtnahme gegenüber den Einsatzkräften, aber auch gegen den zu helfenden Personen, nimmt immer mehr ab. Wo soll das nur hinführen wenn die, die helfen wollen bedroht oder behindert werden. Ist das Helfen demnächst nur unter Polizeischutz möglich?

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Björn Braun
Gründer und Redakteur von lokalstimme.de - Inhaber vom Fotostudio fotos-braun.de in Altena.